Sichtbarkeit

Mehr Anfragen über Google: So klappt es für Handwerker im Vinschgau

Google-Profil, Bewertungen, Fotos von echten Baustellen und eine Website, auf der Anfragen einfach gehen: So findet dich die Kundschaft im Vinschgau, wenn sie dich braucht.

von Veröffentlicht am 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Handwerksbetriebe im Vinschgau bekommen über Google mehr Anfragen, wenn vier Dinge stimmen: ein vollständiges Google-Unternehmensprofil, regelmäßige echte Bewertungen, Fotos von eigenen Arbeiten und eine Website, auf der eine Anfrage in einer Minute erledigt ist. Das ist keine Raketenwissenschaft, aber es braucht ein bisschen Ordnung und Ausdauer.

Wie Kundinnen und Kunden heute einen Handwerker suchen

Früher lief fast alles über Mundpropaganda. Das ist im Tal immer noch wichtig. Aber auch wer eine Empfehlung bekommt, schaut meistens kurz bei Google nach, bevor er anruft. Und wer neu hergezogen ist oder eine Ferienwohnung renoviert, sucht direkt: „Elektriker Schlanders“, „Tischler Laas“, „Installateur Mals Notdienst“.

Ganz oben stehen dann die Einträge auf der Karte. Wer dort mit guten Bewertungen und Fotos auftaucht, bekommt den Anruf. Wer fehlt oder einen halbleeren Eintrag hat, geht unter, auch wenn die Arbeit besser ist.

Das Google-Profil richtig aufsetzen

Das Google-Unternehmensprofil ist kostenlos und für Handwerker der stärkste Hebel. Darauf solltest du achten:

  • Hauptkategorie genau wählen: Elektriker, Tischlerei, Malerbetrieb, Sanitärinstallateur. Weitere Kategorien nur, wenn sie wirklich passen.
  • Einzugsgebiet angeben: Wenn du zu den Kunden fährst, trag die Gemeinden ein, in denen du arbeitest, zum Beispiel vom Reschen bis Naturns.
  • Leistungen auflisten: nicht nur „Elektroarbeiten“, sondern Photovoltaik, Wallbox, Smart Home, Altbausanierung.
  • Telefonnummer, die jemand abhebt: oder eine klare Rückrufzeit.
  • Link zur Website: am besten direkt zur Seite mit dem Anfrageformular.

Die Grundlagen erklären wir ausführlich im Ratgeber Google-Unternehmensprofil einrichten.

Bewertungen: einfach fragen

Bewertungen sind für viele der Grund, dich anzurufen oder eben nicht. Die meisten zufriedenen Kunden würden gerne eine schreiben, sie denken nur nicht daran.

  1. Frag direkt nach getaner Arbeit, wenn die Freude am neuen Bad oder an der neuen Küche am größten ist.
  2. Schick danach einen kurzen Link per WhatsApp oder Mail, damit es nur einen Klick braucht.
  3. Antworte auf jede Bewertung, auch auf kritische. Ruhig, freundlich, mit Namen.
  4. Kauf niemals Bewertungen. Das fällt auf und kann deinem Eintrag schaden.

Den Versand des Bewertungslinks kann man gut automatisieren. Dann geht er nach jeder abgeschlossenen Rechnung von selbst raus.

Fotos von echten Arbeiten

Im Handwerk verkauft das Ergebnis. Eine fertige Stube aus Zirbe, eine sauber verlegte Leitung im Verteiler, eine neue Fassade: Solche Bilder sagen mehr als jeder Werbetext.

Mach es dir zur Gewohnheit, nach jedem Auftrag drei Fotos zu machen. Vorher, während der Arbeit, nachher. Das geht mit dem Handy, wenn das Licht passt. Frag die Kundschaft, ob du die Bilder zeigen darfst, und achte darauf, dass keine privaten Dinge zu sehen sind. Lade die besten Bilder ins Google-Profil und auf die Website, jeweils mit einem kurzen Satz zu Ort und Arbeit.

Die Website mit klarer Anfrage

Viele Handwerker haben eine Website, aber sie bringt keine Anfragen. Oft liegt es an Kleinigkeiten. Eine gute Handwerker-Seite hat:

  • Oben sofort sichtbar: was du machst, wo du arbeitest und wie man dich erreicht.
  • Eine eigene Seite pro Hauptleistung, mit Fotos und Ort.
  • Ein kurzes Anfrageformular mit Fragen, die dir die Rückfrage sparen, zum Beispiel Art der Arbeit, Ort, gewünschter Zeitraum und Fotos vom Bestand.
  • Einen Knopf zum Anrufen und einen für WhatsApp, gut erreichbar am Handy.
  • Deutsch und Italienisch, weil deine Kundschaft im Vinschgau beide Sprachen spricht.

Wie gut ein durchdachtes Formular funktioniert, siehst du an unserem Projekt Herzstickl in Schlanders. Dort wird schon bei der Anfrage abgefragt, was später gebraucht wird.

Ein Beispiel aus dem Alltag

Stell dir eine kleine Tischlerei im Obervinschgau vor. Die Auftragsbücher sind voll, aber oft mit den falschen Aufträgen: viele kleine Reparaturen, wenig von dem, was der Meister am liebsten macht, nämlich ganze Stuben und Küchen.

Also bekommt das Google-Profil Fotos von genau diesen Arbeiten. Auf der Website gibt es eine eigene Seite „Stuben und Küchen nach Maß“ mit Bildern aus Häusern in Prad und Glurns. Das Formular fragt nach Raumgröße und Zeitplan. Nach jedem fertigen Auftrag geht ein Bewertungslink raus. Mit der Zeit kommen mehr Anfragen, die zum Betrieb passen.

Kosten und Förderung

Du kannst bei uns einzelne Leistungen buchen, zum Beispiel ein überarbeitetes Google-Profil, oder eine Website mieten oder kaufen. Für einen genauen Blick auf deinen Auftritt gibt es den persönlichen Digital-Check. Was es kostet, hängt vom Umfang ab. Nach einem kurzen Gespräch bekommst du ein klares Angebot zum Fixpreis, ohne Überraschungen. Kleinstbetriebe in Südtirol bekommen für Website und Software bis zu 60 % Zuschuss vom Land, wenn der Antrag vor dem Projektstart eingereicht wird.

Wie wir dir helfen

Wir sind 3 Menschen und 7 digitale Assistenten aus Prad. Wir fotografieren deine Arbeiten, richten dein Profil ein, bauen eine Website mit Anfrageformular und automatisieren die Bitte um Bewertungen. Mehr auf den Seiten Handwerk, Gefunden werden bei Google und ChatGPT und Website. Wie KI dir im Betrieb Zeit spart, steht im Ratgeber KI im Handwerk. Für den Zuschuss schau in den Förder-Finder, oder buch dir ein Erstgespräch.

Häufige Fragen

Ich habe keine Werkstatt mit Kundenverkehr. Brauche ich trotzdem ein Google-Profil?

Ja. Du kannst deine Adresse ausblenden und stattdessen das Gebiet angeben, in dem du arbeitest. So erscheinst du trotzdem, wenn jemand in deiner Gegend nach deinem Handwerk sucht.

Wie viele Bewertungen brauche ich?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Wichtiger ist, dass laufend neue dazukommen und dass du auf alle antwortest. Ein paar ehrliche, aktuelle Bewertungen wirken besser als viele alte.

Reicht ein Google-Profil oder brauche ich auch eine Website?

Das Profil bringt den ersten Kontakt. Die Website überzeugt bei größeren Aufträgen, zeigt deine Arbeiten ausführlich und sorgt mit einem guten Formular dafür, dass Anfragen vollständig bei dir ankommen.

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